Das Ende meiner Skikarriere!?

Ja, ich schreibe schon wieder. Ihr fragt euch bestimmt, warum. Besonders bei dieser Überschrift.

Nun, wie einige von euch vielleicht wissen, war ich am Wochenende mit dem Skiclub der Uni in Banff und Lake Louise Ski fahren. Tja, was soll ich sagen. Samstag, der erste "Skifahrtag", die erste Abfahrt. Es dauerte keine 2min, da lag Toni schon auf der Nase - bzw. der Schulter. Das Ergebnis: Ein gebrochenes Schlüsselbein

Jap, ich habe es mal wieder geschafft; es wird auf jeden Fall nicht langweilig hier.

Als ich in der Vergangenheit immer so unbedingt mit einem der Unfallschlitten ins Tal gefahren werden wollte, hätte ich mir nicht erträumen lassen, dass es irgendwann wahr wird - und noch dazu mit driftigen Gründen. Ich kann euch sagen, die Abfahrt war abgefahren: Man sieht nur den blauen Himmel über sich, einige Wolken, ab und zu Baumwipfel. Der Kopf zeigt Richtung Tal und du spürst jeden Hubbel, über den du fährst. Kein Gefühl für Ort und Zeit, keine Ahnung, wohin es geht; dauernd das Gefühl, hinauszupurzeln. Ein rießen Spaß also...

Unten angekommen hat mich der nette Sanitäter kurz untersucht und tausend Fragen gestellt, um ein ellenlanges Formular auszufüllen. Anschließend ist ein Freund von mir, der dabei war, sein Auto holen gegangen und nach viel verstrichener Zeit (er brachte noch meine Skischuhe zurück) kamen wir endlich nach 45min Fahrt im Krankenhaus in Banff an - ich glaube 3 Stunden nach dem Unfall oder so. Die Leute dort waren sehr nett, doch auch hier hatte niemand Eile. Eigentlich kein Problem, die Schmerzen hielten sich in Grenzen, solange mein Arm ruhig lag. Aber dann mussten wir mich aus meinen 3 Lagen Klamotten schälen (schließlich hatte es -26°C auf der Piste). Mädels, ihr könnt mich vielleicht am besten verstehen: Eng anliegende, langärmlige Klamotten ohne Knöpfe oder Reisverschlüsse... Skiunterwäsche eben. Davon gleich 2 Lagen + die Winterjacke. Tja und das musste nun ausgezogen werden, mit einem gebrochenen Schlüsselbein... Die Folge: Mir wurde vor Schmerzen so schwindelig und schlecht, dass ich daraufhin anscheinend kreidebleich auf der Liege lag und mein Puls auf 38 runter ging.

 Ich glaube, da haben sich die Mädels um mich herum ziemliche Sorgen gemacht - ich beschreibe lieber nicht, wie ich mich in dem Moment gefühlt habe. Sobald ich intravenös das Schmerzmittel verabreicht bekommen hatte, konnte ich fliegen, war glücklich und Marina und ich haben Witze ohne Ende gemacht. Dabei entstand ein Bild, auf dem ich ungefähr so aussah: Sobald ich es habe, werde ich euch vermutlich daran Teil haben lassen.

 Auf dem Röntgenbild war das Drama dann deutlich zu sehen und jetzt laufe ich 24 Stunden lang mit einer Schlinge und unter Drogen stehend herum. An dieser Stelle beende ich den Bericht lieber; ich möchte euch nicht mit den Details der resultierenden Unannehmlichkeiten belasten.

Aber macht euch keine Sorge: Es geht mir gut und ich könnte in keinen besseren Händen untergebracht sein als in Marinas! Keine Sekunde wich sie mir von der Seite und kümmert sich seitdem noch liebevoller als sonst um mich! Vielen Dank dafür!

 

Alles Liebe und bis bald,

Antonia

22.11.11 05:50

bisher 4 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Pia (25.11.11 11:37)
Ohje, du Ärmste, wünsch dir schnelle Genesung!!


Toni (26.11.11 08:23)
Das ist lieb, danke!


Anne (28.11.11 21:31)
Oh nein was muss ich da lesen??? Gute Besserung, werd schnell wieder fit!! Und schön, dass du gut umsorgt wirst.. würden wir Renninger net anders machen

Grüße aus dem eisigen Bonn :-*


Toni (29.11.11 08:56)
Danke, liebe Anne!!! Das weiß ich! Freu mich schon, dich bald zu sehen! :-*

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


 Smileys einfügen